EEG-Ausgleichsmechanismus

Nach dem EEG ist der Netzbetreiber verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien (EEG-Anlagen) vorrangig an sein Netz anzuschließen und den Strom vorrangig abzunehmen und gemäß den gesetzlichen Festlegungen zu vergüten.

Die finanziellen Förderungen und die geförderten Energiemengen fließen in den bundesweiten EEG-Ausgleichsmechanismus.

Im Folgenden finden Sie Informationen zu den einzelnen Stufen des Wälzungsmechanismus:


Erklärung:

Stufe 1A / 1B

Der in der EEG-Anlage erzeugte Strom wird vom Anlagenbetreiber entweder an den Anschlussnetzbetreiber (1A) oder im Rahmen der sog. Direktvermarktung an einen Dritten (1B) verkauft. Der Anlagenbetreiber erhält vom Netzbetreiber und ggf. Direktvermarkter eine finanzielle Förderung nach dem EEG, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt werden.

Stufe 2

Der Anschlussnetzbetreiber „verkauft“ den abgenommenen Strom an den ihm vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) weiter und erhält die finanzielle Förderung, die an den Anlagenbetreiber ausgekehrt wurde zurück. Dies erfolgt immer für die Förderzahlungen des Vorjahres bis zum 31. Mai mittels der Jahresmeldung des Anlagenbetreibers per 28. Februar. Die Netzgesellschaft Schwerin befindet sich in der Regelzone des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz Transmission.

Stufe 3

Der Strom wird dann zwischen den vier in der Bundesrepublik tätigen ÜNB so ausgeglichen, dass jeder ÜNB bezogen auf die in seiner Regelzone an Letztverbraucher gelieferten Strommengen die gleiche Belastung trägt. Der Strom wird dann an der Börse von den ÜNB verkauft. Die Erlöse aus diesem Verkauf fließen bildlich gesprochen auf ein „EEG-Konto“, aus dem u.a. auch die Vergütungszahlungen über den Netzbetreiber (Stufe 1) an die Anlagenbetreiber gezahlt werden.

Stufe 4A / 4B

Das Saldo aus dem Verkauf des EEG-Stromes an der Börse und den ausgezahlten EEG-Vergütungen wird über die sogenannte EEG-Umlage ausgeglichen. Diese Differenz wird auf die insgesamt in der Bundesrepublik Deutschland an Letztverbraucher gelieferte Strommenge (4A) und teilweise auf eigenverbrauchte Strommengen (4B weitere Infos zur Eigenversorgung und EEG-Umlagepflicht) verteilt (sog. EEG-Umlage). Die genaue Höhe der EEG-Umlage bei der Stromlieferung wird durch die ÜNB zum 15.10. eines Jahres jeweils für das Folgejahr ermittelt (die Berechnung der EEG-Umlage wird von den ÜNB unter Netztransparenz > Home veröffentlicht).

Stufe 5

Das Elektrizitätsversorgungsunternehmen (Lieferant) reicht die EEG-Umlage dann an seine Kunden (Letztverbraucher) weiter.